Ingrid Breul-Husar
- anettelippert
- vor 12 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Leading Mother of the Week #93
3 FRAGEN AN FRAUEN, DIE KINDER UND KARRIERE VEREINEN
PR Freelancerin / selbständige Kommunikationsberaterin
a) Ich war Führungskraft und bin jetzt selbstständig
b) Ich habe 1 Kind
c) Mein Kind geht in die Grundschule
d) Ich arbeite Vollzeit – aber flexibel
1) Welche Top 3 Führungseigenschaften habe ich durch Kindererziehung/Familienmanagement gelernt bzw. optimiert?
Als Kommunikatorin mit zusätzlicher Pressesprecherfunktion ist Unvorhersehbarkeit eine feste Konstante im Arbeitsalltag. Schnelles, besonnenes Agieren ist ein unerlässliches Asset – gerade in Situationen, in denen Entscheidungen unter Druck getroffen werden müssen.
Durch mein Kind hat diese Fähigkeit noch ein Turbo-Update erfahren.
Ganz klar geschärft wurde bei mir außerdem mein 80/20-Denken: Was ist jetzt wirklich kritisch, was kann warten? Gerade im Berufsalltag hilft mir diese Klarheit, den Fokus zu behalten und auch in komplexen Situationen schnell sowie konsequent zu entscheiden.
Verbindlichkeit war mir schon immer sehr wichtig, doch ich erlebe ihre große Bedeutung seit neun Jahren tagtäglich: Ein Kind verzeiht keine Inkonsistenz. Was man sagt, muss gelten. Das ist ein wichtiger täglicher Reminder, der auch im Berufsalltag gilt – besonders, wenn man die Verantwortung für ein Team trägt.
2) Welche Erfahrung mit deinen Kindern hat Dich im Job inspiriert oder weitergebracht?
Zu beobachten, wie uneingeschränkt kreativ (m)ein Kind spielt. Es wird noch nicht in Kategorien gedacht: Kapla-Steine werden mit BRIO-Bahn gemixt, die Salatschleuder wird im gleichen Spielsetting zum dramatischen Tornado für LEGO Ninjas.
Wie oft hört man im Berufsleben: „Raus aus den Silos“ oder wir „benötigen eine echt kreative Lösung“. Den Blick maximal zu weiten, wild und unerschrocken mutig zu denken, ist etwas, was ich durch mein Kind nochmal viel mehr gelernt habe und was mich sehr inspiriert.
3) Was ist mein persönlicher Geheimtipp, um Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen?
Kind und Karriere zu vereinbaren, ist kein Sprint, sondern ein Marathon. In den ersten Jahren nach der Elternzeit fehlte mir dieser Weitblick – die eigenen Kräfte müssen gut eingeteilt und geschützt werden. Besonders, wenn man keine Familie in der Nähe hat, ist ein starkes, funktionierendes Netzwerk entscheidend.




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