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Dr. Lina Dinse

  • anettelippert
  • 11. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Leading Mother of the Week #90

3 FRAGEN AN FRAUEN, DIE KINDER UND KARRIERE VEREINEN

 

angestellte Zahnärztin und Co-Founder Zahngeflüster GbR 


a) Ich bin Führungskraft in einer Praxis und Gründerin

b) Ich habe 3 Kinder 

c) Meine Kinder gehen in Kita und Schule

d) Ich arbeite Teilzeit

 

1) Mein Bullshit-Bingo Satz zu Leading Mothers:

"Wieso möchten Sie arbeiten – Ihr Mann verdient doch genug?“

 

2) Worauf bin ich stolz?

Mit 26 war ich dreifache Mutter und promovierte Zahnärztin. Hätte ich auf das viele Zweifeln anderer gehört, hätte ich vieles nicht erreicht. Dennoch war eines meiner größten Learnings, dass Fleiß allein nicht reicht. Selbstständigkeit war mir früher extrem wichtig, doch ein Netzwerk aus Unterstützung aufzubauen ist keine Schwäche. Heute weiß ich, dass eine Frau mit Kindern nur so stark sein kann wie ihr Umfeld — und bin stolz darauf, nun Hilfe aktiv suchen und annehmen zu können.

Eine weitere Erfahrung, auf die ich besonders stolz bin, betrifft meinen beruflichen Weg. Die Mutterschaft hat mich zu einer besseren Zahnärztin gemacht, weil sie meinen Blick für Veränderungen in der Mundhöhle geschärft hat. So erkannte ich bei meinem Sohn frühzeitig eine Autoimmunerkrankung, die zwar den Darm betrifft, sich aber oral zeigen kann. Wie viele Kolleg:innen wusste auch ich zuvor nicht, dass sich diese Krankheit (Zöliakie) im Mund manifestieren kann. Heute darf ich genau zu diesem Thema referieren. Zöliakie ist häufig (1:100), doch die Dunkelziffer ist hoch (80–90 %), und wir können mit diesem Wissen die lange Suche nach der Diagnose verkürzen. Die Mutterschaft hat mich empathischer und diagnostisch aufmerksamer gemacht. Heute geht es mir nicht mehr nur um einzelne Zähne, sondern darum, den Menschen als Ganzes zu sehen.


3) Was ist mein persönlicher Geheimtipp, um Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen?

Uns hilft ein digitaler Familienkalender im Essbereich mit Sprachsteuerung, in dem nicht nur alle Termine, sondern auch Einkaufslisten und Erinnerungen hinterlegt sind. Wichtig ist außerdem, dass beide Eltern Verantwortung übernehmen. Durch fest vereinbarte lange Arbeitstage für jeden von uns, stellen wir sicher, dass immer ein Elternteil präsent ist und die Care-Arbeit übernimmt, während der andere konzentriert arbeiten kann.

 


 
 
 

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